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- Geschrieben von: Hoffmann
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Der französische Generalkonsul Gaël de Maisonneuve überreicht Schulleiter Martin G. Hoffmann die DELF-Plakette. Foto: Kastelsky.
Das DELF (Diplôme d'Etudes en Langue Française) ist ein standardisiertes und weltweit anerkanntes, staatliches französisches Sprachdiplom, das vom französischen Bildungsministerium vergeben wird. Seit 2017 besteht am HZG die Möglichkeit, im Rahmen des Partnerschaftsprojekt "DELF scolaire intégré B1" dieses Sprachdiplom in Klasse 10 im Französisch-Unterricht zu erwerben.
Die DELF-Prüfung dürfen nur registrierte Schulen anbieten, die über speziell ausgebildete Lehrkräfte verfügen. Mit Frau Kastelsky und Frau Schmitz besitzen derzeit zwei Lehrkräfte die Prüferlizenz, die zur Abnahme der Prüfungen berechtigt. Für die Schüler/innen ist die Teilnahme am DELF ein zusätzlicher Aufwand, der sich aber lohnen kann. Das weltweit anerkannte Zertifikat ist auf internationale Sprachstandards abgestimmt und kann bei Bewerbungen sehr hilfreich sein. Es ist aber auch eine von französischer Seite erfolgende objektive Bestätigung für eine fünfjährige erfolgreiche Teilnahme am Französisch-Unterricht.
Als Dank für die langjährige Teilnahme am Partnerschaftsprojekt "DELF scolaire intégré" wurde dem HZG am 20.11.2024 in Tübingen vom französischen Generalkonsul Gaël de Maisonneuve die "DELF-Plakette" überreicht. Gleichzeitig wurde das HZG zur offiziellen "DELF-Partnerschule" ernannt. Zusammen mit dem HZG wurden sechs weitere Gymnasien aus der Region geehrt; insgesamt bieten im Regierungsbezirk Tübingen derzeit knapp 40 Gymnasium das DELF intégré an.

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- Geschrieben von: Aylin Fölker KS2
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Berlin, Tränenpalast. Foto: Fries.
Studienfahrt nach Berlin: Ein Erlebnisbericht der Kursstufe 2
Vom 11. bis 15. November 2024 unternahm unsere Kursstufe 2 eine spannende Studienfahrt nach Berlin. Voller Vorfreude starteten wir am Montagmorgen in Richtung Hauptstadt, um die politische und kulturelle Vielfalt der Stadt zu erleben.
Montag: Ankunft und Improtheater. Nach unserer Ankunft am Montagnachmittag im Hotel nutzten wir die Gelegenheit, die Umgebung zu erkunden und erste Eindrücke zu sammeln. Beim Spaziergang entlang der East Side Gallery bewunderten wir die berühmten Graffiti-Kunstwerke, bevor der Abend mit einem Besuch in einem unterhaltsamen Improvisationstheater einen gelungenen Ausklang fand.
Dienstag: Stadtrundgang und Museumsbesuche Der Dienstag begann mit einem reichhaltigen Frühstück im Hotel, gefolgt von einem historischen Stadtrundgang. Gemeinsam besuchten wir bedeutende Orte wie den Alexanderplatz und Checkpoint Charlie. Unsere Lehrkräfte versorgten uns mit spannenden Hintergrundinformationen, die die Geschichte Berlins lebendig werden ließen. Am Nachmittag hatten wir die Wahl zwischen dem Stasimuseum und einem Kunstmuseum. Beide Ausstellungen beeindruckten durch ihre einzigartige Atmosphäre und boten faszinierende Einblicke in die Geschichte und Kultur der Stadt. Den Abend ließen wir mit einem gemeinsamen Essen im Restaurant ausklingen, bevor wir bis Mitternacht in Kleingruppen Berlin auf eigene Faust erkunden durften.
Mittwoch: Naturkundemuseum und Freizeit Auch am Mittwoch begann der Tag mit einem gemütlichen Frühstück, bevor wir das Naturkundemuseum besuchten. Dort konnten wir Dinosaurierskelette, seltene Gesteine und spannende Informationen über unser Universum entdecken. Nach diesem inspirierenden Ausflug stand uns der Rest des Tages zur freien Verfügung. Viele von uns nutzten die Zeit für Museumsbesuche, Shopping oder einfach zum Entspannen in einem der zahlreichen Berliner Cafés.

Berlin, Topographie des Terrors. Foto: Fries.
Donnerstag: Topographie des Terrors, Tränenpalast und Bundestag. Der Donnerstag war mit einem vielfältigen Programm gefüllt. Unser erster Halt führte uns ins Dokumentationszentrum Topographie des Terrors, dass die Schrecken der NS-Herrschaft beleuchtet. Mithilfe von Audioguides erkundeten wir die eindrucksvollen Ausstellungen, die uns nachhaltig bewegten. Nach einer kurzen Mittagspause besuchten wir den Tränenpalast, der uns die Auswirkungen der deutschen Teilung näherbrachte. Auch hier ermöglichten uns Audioguides einen intensiven Einblick in das Leben während der SED-Herrschaft. Am späten Nachmittag machten wir uns auf den Weg in den Bundestag. Nach einer gründlichen Sicherheitskontrolle erhielten wir in der Mensa ein kostenloses Abendessen, bevor wir mit der Bundestagsabgeordneten Maja Wallstein ins Gespräch kamen. Ursprünglich war ein Treffen mit Robin Mesarosch geplant, der jedoch kurzfristig absagen musste. Frau Wallstein berichtete von ihrem abwechslungsreichen Alltag und diskutierte mit uns über aktuelle politische Themen. Ein besonderes Highlight war der Besuch der gläsernen Kuppel des Reichstagsgebäudes, von der wir eine beeindruckende Aussicht über Berlin genossen.

Berlin, vor dem Reichstag. Foto: Fries.
Freitag: Abschied von Berlin Am Freitagmorgen hieß es Abschied nehmen. Nach einem letzten gemeinsamen Frühstück packten wir unsere Koffer und traten die Heimreise nach Sigmaringen an. Wir blickten auf eine erlebnisreiche Woche voller spannender Eindrücke und unvergesslicher Erlebnisse zurück.
Aylin Fölker KS2
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- Geschrieben von: Hoffmann
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Einige Redner des Volkstrauertages: Karl-Anton Wiest, VdK (2.v.l), Julia Dreher de Luna, Tabitha Fink, Aurélie Rossero, Bürgermeister Dr. Marcus Ehm. Foto: Hoffmann.
‘s ist Krieg! ‘s ist Krieg! O Gottes Engel wehre,
und rede Du darein!
‘s ist leider Krieg – und ich begehre,
Nicht schuld daran zu sein! (Matthias Claudius)
Mit diesem Gedicht von Matthias Claudius aus dem Jahr 1778 eröffneten Tabitha Fink, Julia Dreher de Luna und Aurélie Rossero aus Klasse 9 den Beitrag des HZG beim diesjährigen Volkstrauertag auf dem Marktplatz in Sigmaringen. Das Gedicht entstand zu einer Zeit, in der der Unabhängigkeitskrieg in Amerika und der bayrische Erbfolgekrieg in Europa tobte. Zusammen mit ihrem Geschichtslehrer Boris Körkel haben die Schülerinnen das Gedicht umgeschrieben und modernisiert. Passend für das Jahr 2024, in dem in der Ukraine und im Gazastreifen Kriege toben und Syrien, der Jemen, Afghanistan, der Sudan und viele andere Orte auf der Welt nicht zur Ruhe kommen. Dazu kommen noch Finanzkrise, Klimakrise, Migrationskrise und in Deutschland nun auch eine Krise der Demokratie. Die „Polykrise“ scheint alles zu verschlingen: „Werfen wir jetzt alles weg, was uns so wertvoll erschien?“ fragten die Schülerinnen. Zuvor schon hatten Schüler/innen der Klasse 10 der Theodor-Heuß-Realschule in berührender Weise eigene Kriegs- und Fluchterfahrungen thematisiert. Bürgermeister Dr. Marcus Ehm spannte in seiner Rede den Bogen von den Weltkriegen zu heute und machte deutlich, dass Zukunft Frieden braucht. Karl-Anton Wiest vom VdK Sigmaringen erinnerte an den Sinn des Volkstrauertages. Musikalisch umrahmt wurde die Gedenkstunde von einer Abordnung der Stadtkapelle Sigmaringen.

Doch bei aller Schwere des Tages schien trotzdem die Hoffnung durch, als die Schülerinnen in ihrer umgeschriebenen Version des Gedichts von Matthias Claudius die letzte Strophe so formulierten:
Frieden sollt ihr schaffen, Frieden für alle Menschen
Im Frieden wollen leben!
S’ist nur ein Traum, - wenn’s möglich wäre:
Was Größeres könnt es nicht geben!
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- Geschrieben von: Hoffmann
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Zwischen Gegenwart und Vergangenheit. Szenenfoto Performance Lisa Frank. Foto: HZG
"...und plötzlich war sie unerwünscht..." Erinnerung an Lisa Frank und die Reichspogromnacht
Musik - Vortrag - Theater // Erasmus-Projekt des HZG und Kreiskulturforum
Theaterarbeit im Zeichen der Erinnerung: Jeder ist jemand, doch was geschieht, wenn ein Mensch zum „unerwünschten Niemand“ gemacht wird? Mit beeindruckenden Bildern stellte sich die Theater-AG des HZG (Leitung: Annemarie Kastelsky und Stefanie Bisinger) dieser Frage, im Rahmen des Erasmus-Projekts unterstützt durch sieben Jugendliche des Lycèe Saint Pierre von der „Institution Saint Joseph“ aus Cusset bei Vichy (Frankreich).

"Gedankenmaschine" - Szenenfoto aus der Performance zu Lisa Frank. Foto: HZG.
Im Mittelpunkt stand die Lebensgeschichte der im Jahr 2016 verstorbenen früheren Schülerin Lisa Frank aus Sigmaringen. Der ehemalige Kreisarchivar Dr. Edwin Ernst Weber stellte in einem sehr informativen Impulsvortrag die Lebensgeschichte dieser starken Frau vor, die 1935 nicht nur das staatliche Gymnasium Sigmaringen, sondern auch Heimatstadt und Heimatland verlassen musste, nur weil sie Jüdin war. Er erzählte von Ausgrenzung und Mobbing, aber auch von Rückkehr und Versöhnung. Und er weitete den Blick auf die vielen Opfer des NS-Rassismus und Antisemitismus. Das Thema reiht sich ein in die Veranstaltungsreihe „SIGnifikante Frauen im Landkreis Sigmaringen“, das Kreiskulturforum war Mitveranstalter des Abend.

Dr. Edwin Ernst Weber. Foto: HZG
Ein Schülerensemble eröffnete mit Kletzmer-Musik einen ersten Zugang zum jüdischen Leben in Deutschland, während der Kammerchor des HZG mit dem intensiven, fast bedrückenden Werk „9. November. Stimmen der Vergangenheit“ die Erinnerung an die Reichspogromnacht vom 9. November 1938 ins Gedächtnis rief. Die musikalische Gesamtleitung lag bei Mathias Trost. Das mit großer Kraft von Varvara Loviagin und Selissa Vidmar vorgetragene jiddische Widerstandslied „Sog nit keijnmol“ leitete zum Theater über.

Kammerchor des HZG unter Leitung von Mathias Trost. Foto: HZG.
Unter der Regie von Fabrice Dubusset vom Theater Procédé Zèbre in Vichy baute die internationale Theater-Gruppe in einer großartigen Performance die Brücke zwischen Gegenwart und Vergangenheit. In starken und emotional berührenden Bildern, die genügend Raum für Interpretation ließen und immer wieder den Rückbezug zu Lisa Frank boten, zeigten die Jugendlichen freundliche Nachbarn im Gleichschritt marschierend; sie schufen die Maschine der nagenden Selbstzweifel; sie begrenzten durch Glaswände die Freiheit und machten Menschen zu Marionetten. Die laute Forderung des „Nie wieder!“ stand im Raum, in Frage gestellt durch aktuelle Zeitungsmeldungen, die das erneute Erstarken des Antisemitismus in Deutschland verdeutlichten.

Nie wieder? - Szenenfoto aus der Performance zu Lisa Frank. Foto: HZG.
Ein beeindruckender Abend mit klarer Botschaft. Lisa Frank, die 2012 im Alter von 94 Jahren das Hohenzollern-Gymnasium besuchte, legte damals allen ans Herz, dass nie wieder einem Menschen das passieren dürfe, was ihr passiert war. „Nie wieder!“
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Lisa Heyman, geb. Frank (1918-2016) war ab 1928 die einzige jüdische Schülerin (und eines von sehr wenigen Mädchen) am staatlichen Gymnasium Sigmaringen. Sie stammte aus einer gut integrierten Sigmaringer Unternehmerfamilie mit jüdischen Vorfahren. Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten verlor die Familie mit unglaublicher Geschwindigkeit ihr soziales Netz. Lisa wurde in der Schule ausgegrenzt und gemobbt und verließ 1935 ohne Abschluss die Schule. Ihr Traum vom Medizinstudium war geplatzt. Nachdem sie kein Visum für die Schweiz erhielt, machte sie eine Masseur-Ausbildung an einem jüdischen Institut in Stuttgart. Dort war sie offener Diskriminierung ausgesetzt. Mit Hilfe von Verwandten gelang ihr 1937 die Emigration in die USA. Ihr Vater wurde am 09. November 1938 in Sigmaringen inhaftiert, die Familie musste innerhalb von drei Tagen die Stadt in Richtung USA verlassen; der ganze Besitz blieb zurück und wurde vom Staat enteignet. Einige Verwandte wurden in Dachau und Auschwitz ermordet. Nach dem Tod ihres Mannes besuchte Lisa Heyman ihre Heimatstadt und stellte viele alte Kontakte wieder her. Als 2012 zu Ehren ihrer Familie "Stolpersteine" verlegt wurden, war sie als 94jährige auch im HZG zu Gast. Versöhnung war ihr ein großes Anliegen.
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Seit 2018 ist das HZG Teil eines europäischen Erasmus-Projekts, das sich durch gemeinsame Theaterarbeit dem Thema "Erinnern" widmet. Zentrum, Ideengeber und Motor des Projekts ist Fabrice Dubusset, Leiter des Theater Procédé Zèbre in Vichy (Frankreich). Neben dem HZG sind auch Schulen und Theatergruppen aus Frankreich (Lycèe Saint Pierre, Cusset) Italien (IIS Les Ambrois, Oulx / Lelastiko, Brescia / Alma Teatro, Turin), Bosnien-Herzegowina (Agencija lokalne demokratije, Zavidovici) und Rumänien (Liceul tehnologic Liviu Rebreanu, Hida / Colegiul National Titu Maiorescu, Aiud / Universitatea de stiinte agricole si medicina veterinara, Cluj-Napoca) beteiligt. Weitere Informationen auf der Seite von Procédé Zèbre (externer Link, französisch). Bei dieser Veranstaltung wurde die Theaterarbeit durch Stefan Hallmayer, Intendant des Theater Lindenhof in Melchingen, unterstützt.
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Jahresversammlung des Fördervereins des Hohenzollern-Gymnasium
Anfang November fand Jahresversammlung des Vereins der Freunde des Hohenzollern-Gymnasium statt.

Das Vorstandsteam des Fördervereins (v.l.) Mathias Trost, Simone Curman, Jürgen Maluck und Barbara Lechner-Gay. Foto: HZG
Die Vorsitzende Barbara Lechner-Gay zeigte im Jahresbericht, dass der Verein im vergangenen Jahr die Schule vorrangig in drei Bereichen unterstützen konnte. Ein Schwerpunkt lag auf der breiten Förderung von Exkursionen und Studienfahrten. Dann konnte mit der Anschaffung eines Kontrabasses das musikalische Leben am HZG ausgebaut werden. Der dritte und vielleicht wichtigste Schwerpunkt, ist aber für die Öffentlichkeit kaum sichtbar. Auch in diesem Jahr konnten wieder Familien diskret, schnell und unbürokratisch unterstützt werden, die sich kostspielige Schulveranstaltungen wie z.B. Schullandheime nicht leisten können. Aufgrund der durch die Inflation überall gestiegenen Kosten wird dies eine immer wichtigere Aufgabe des Vereins. Eine schöne Mitteilung war, dass auch im vergangenen Jahr einige neue Mitglieder gewonnen werden konnten. Schatzmeisterin Simone Curman vermeldete im Kassenbericht einen positiven Abschluss. Der Schulleiter des HZG, Martin Hoffmann, bedankte sich sehr herzlich für die Unterstützung durch den Verein und betonte dessen Wichtigkeit für das Schulleben. Anschließend wurde der Vorstand entlastet. Da der Verein allein von Mitgliedsbeiträgen und Spenden lebt, sind neue Mitglieder und Spender jederzeit willkommen. Um die Mitgliedschaft möglichst allen zu ermöglichen, beträgt der Mindestbeitrag pro Person 12 Euro im Jahr (also 1 Euro pro Monat), doch kann dieser Betrag jederzeit freiwillig erhöht werden. Informationen und Anmeldeformulare finden Sie auf der Homepage oder sie bekommen diese im Sekretariat.
