
Die Kursstufe 1 unternahm im Fach Geschichte eine Exkursion nach Stuttgart. Am Vormittag besuchten die Schülerinnen und Schüler das "Haus der Geschichte" und nahmen dort an einem Workshop zum Thema Rassismus teil. Anhand ausgewählter Ausstellungsstücke setzten sie sich damit auseinander, wie rassistisches Denken in den vergangenen 150 Jahren im Alltag spürbar wurde und welche Folgen es für die Betroffenen hatte.
Am Nachmittag stand das "Hotel Silber" auf dem Programm. In der Weimarer Republik war das Gebäude Sitz der politischen Polizei; während der NS-Zeit diente es als Gestapo-Hauptquartier in Württemberg. Von hier aus wurden die Verfolgung von politischen Gegnern des Nationalsozialismus sowie die Deportation von Juden und von Sinti und Roma organisiert. Im Keller befanden sich Arrestzellen für politische Gefangene.
Bei einer eindrucksvollen Führung durch die Ausstellung erhielten die Schülerinnen und Schüler einen vertieften Einblick in die Geschichte des Ortes. Sie setzten sich mit der Frage auseinander, was geschieht, wenn ein Rechtsstaat zusammenbricht und Willkür und staatlicher Terror an seine Stelle treten. Besondere Einblicke bot auch die Sonderausstellung zum rechtsextremen Terror nach 1945, die derzeit im "Hotel Silber" zu sehen ist.
Am Nachmittag wurde die KS1 von Schülerinnen und Schülern des Kunst-Leistungskurses der KS2 begleitet. Diese hatten den Vormittag in der Staatsgalerie verbracht.
Insgesamt war es eine informative und zugleich bewegende Exkursion. Besonders die Einzelschicksale machten die historischen Ereignisse eindrücklich erfahrbar und regten dazu an, über ihre Bedeutung für die Gegenwart nachzudenken. (Foto HZG)
