
Vom Angebot des kostenlosen Theaterbesuchs, welches die Gesellschaft für Kunst und Kultur Sigmaringen seit geraumer Zeit bietet, machten am 7.7. wieder interessierte Schüler/innen der Mittelstufe des HZG Gebrauch.
Mit "Effi, Ach, Effi Briest" wurde eine sehr frische und heitere Adaption des Fontane-Klassikers "Effi Briest" geboten. Der Autor, Nestroy-Preisträger Moritz F. Beichl, setzt sich in seinem Stück auf intelligente Weise mit Geschlechterrollen auseinander. Effi, mit 17 Jahren verheiratet, setzt sich auf eigensinnige Weise gegen die ihr von der Gesellschaft aufgebürdeten Zwänge zur Wehr und behauptet sich, trotz eigener Fehler und Unsicherheiten, am Ende selbst.
Die Schauspieltruppe des Landestheaters Tübingen konnte mit ihrer Spielfreude das Publikum begeistern. Ein rundum gelungener Theaterabend mit spritzigem Humor, Musik und wildem Spiel, der zeigte, dass auch Literatur des 19. Jahrhunderts noch zur komplizierten Selbstfindung im 21. Jahrhundert dienen kann.
Jetzt nichts wie auf zur Waldbühne nach Sigmaringendorf, denn dort wird mit Jane Austens "Stolz und Vorurteil" ein ähnlich spannender Theater-Stoff auf die Bühne gebracht! Girlie Power, wohin man nur schaut!
B. Körkel
