
„Schule ist ein guter Ort zum Lernen“, betonte Dr. Nina Udvardi-Lakos und fügte hinzu: „Man muss nur wissen, wie.“ Dieses „Wie“ bildete den roten Faden ihres gut besuchten Vortrags „Selbstreguliert, motiviert und effektiv lernen – wie könnte das aussehen?“ im HZG.
Die Referentin vom Hector-Institut für empirische Bildungswissenschaften der Universität Tübingen stellte, ausgehend vom Zürcher Ressourcenmodell, aktuelle Motivationstheorien der Psychologie vor und erläuterte eindrücklich ihre Relevanz für den schulischen Alltag. „Lernen bedeutet immer Anstrengung – wer eine ganz einfache Lernstrategie sucht, wird meist enttäuscht“, hielt sie fest. Zugleich zeigte sie auf, dass es zahlreiche Wege gibt, sich selbst oder Kinder und Schülerinnen und Schüler zum Lernen zu bewegen.
Zentral sei, dass Lernen in einen sinnstiftenden Kontext eingebettet ist und dass die Abwägung der Kosten des Lernens gegenüber denen des Nichtlernens bewusst vorgenommen werden sollte. Ebenso entscheidend sei die innere Haltung: Wer sich als unfähig sieht, erschwert den eigenen Erfolg. Wird der Lernstoff hingegen als anspruchsvolle, aber bewältigbare Herausforderung verstanden, eröffnen sich deutlich bessere Entwicklungsmöglichkeiten. In diesem Zusammenhang hob die Referentin die Bedeutung von Rückmeldungen durch Lehrkräfte hervor.
In der abschließenden Diskussion wurden einzelne Aspekte mit Blick auf das Schulkonzept des HZG vertieft. Ermöglicht wurde der ermutigende Vortrag durch die LEAD-Kooperation Schule und Wissenschaft der Universität Tübingen, in deren Rahmen das HZG als Partnerschule mitwirkt.
