
Einen ungewöhnlichen Ausflug machte die Klasse 9B im Geschichtsunterricht. Sie besuchte das Anne-Frank-Museum in Amsterdam – allerdings ohne das Klassenzimmer zu verlassen.

Mit Hilfe von VR-Brillen konnte das Anne-Frank-Haus in Virtual Reality. Mit Hilfe der Brille ist es möglich, sich durch das ganze Museum zu bewegen. Eine Schülerin, die das Museum bereits „in echt“ besucht hatte, bestätigte, dass die virtuelle Realität der Wirklichkeit sehr nahe komme, so dass man fast einen unmittelbaren Eindruck von den Lebensverhältnissen in dem Versteck bekommt, in dem Anne Frank ihr berühmt gewordenes Tagebuch schrieb. Gewissermaßen „Geschichte zum Anfassen“. Die jüdische Familie Frank stammte aus Frankfurt und war vor den Nationalsozialisten nach Amsterdam geflohen. Nachdem die Niederlande deutsch besetzt waren, hatte sich die Familie von 1942-1944 in einem Hinterhaus in Amsterdam versteckt. 1944 wurde das Versteck entdeckt und die Familie nach Auschwitz deportiert. Anne und ihre Schwester kamen dann nach Bergen-Belsen, wo sie Anfang 1945 zu Tode kamen. Nur ihr Vater überlebte und veröffentlichte nach dem Krieg das Tagebuch seiner Tochter, das aus einem Versteck gerettet wurde. (K. Fries, Fotos: K. Fries)

